Jean Ayres,
amerikanische Ergotherapeutin und Psychologin, entwickelte ab den 70iger
Jahren dieses Therapiekonzept. Die Anwendungsgebiete liegen vor allem
in der Behandlung von Kindern mit Entwicklungsverzögerungen, verzögerter
Sprachentwicklung, ADS, ADHS, HKS, Lernproblemen und sozioemotionalen
Störungen.
Unter
Sensorischer Integration versteht man die Entwicklung der Wahrnehmung
und der Wahrnehmungsverarbeitung im Zentralnervensystem vor und nach
der Geburt.
Eine
gelungene Wahrnehmung ist Voraussetzung für Handlungsfähigkeit
und -kompetenz. Kommt es jedoch zu einer Störung der Wahrnehmungsentwicklung
durch Komplikationen während der Schwangerschaft, bei oder nach
der Geburt, durch Umweltfaktoren oder durch soziale Einflüsse,
kann es zu folgenden Schwierigkeiten kommen:
Motorische
Ungeschicklichkeiten
Störungen der Grob- und Feinmotorik
Probleme beim Halten von Stiften, dem Schreiben und Zeichnen
Haltungs- und Gleichgewichtsproblemen
Kontaktstörungen
Teilleistungsstörungen
Ess- und Schlafproblemen
Lernproblemen
Die Sensorische
Integrationstherapie versucht eine gestörte Entwicklung wiederherzustellen,
indem unterschiedliche Spielgeräte wie z.B. Schaukel, Hängematte,
Rollbrett, Säckchen mit Sand und Bohnen aber auch Materialien wie
z.B. Ton, Holz, Farben und Stein in die Behandlung mit einbezogen werden.